Einer der schönsten Orte auf den Azoren öffnet endlich wieder seine Pforten: Wo er liegt und wie man ihn besuchen kann
Nachdem diese atemberaubende Vulkaninsel im vergangenen Sommer geschlossen war, heißt sie in dieser Sommersaison auf den Azoren wieder Badegäste willkommen.

Es gibt gute Nachrichten für alle, die davon träumen, im berühmtesten Vulkankrater von São Miguel auf den portugiesischen Azoren zu schwimmen. Nach einem Sommer 2025, der von einem vollständigen Badeverbot geprägt war, wird die kleine Insel Vila Franca do Campo ihre Gewässer in dieser Badesaison wieder für Badegäste öffnen.
Diese kleine Insel vor der Stadt Vila Franca do Campo an der Südküste von São Miguel zählt zu den bekanntesten Landschaften des Archipels. Nur wenige Minuten mit dem Boot vom Yachthafen entfernt verbirgt sie eine natürliche Lagune mit ruhigem, klarem Wasser, die aus dem alten Krater eines untergegangenen Vulkans entstanden ist.
Jedes Jahr strömen in den wärmeren Monaten Tausende von Besuchern dorthin, sei es zum Schwimmen, Schnorcheln oder einfach nur, um eine der einzigartigsten Landschaften der Insel zu genießen.
Die Gründe für die Schließung im Jahr 2025
Im vergangenen Jahr musste die Badestelle jedoch aufgrund der Ergebnisse der Wasserqualitätsuntersuchungen geschlossen werden, sodass das Baden während der gesamten Saison nicht möglich war.
„Die Schließung des Badebereichs im Sommer 2025 kam nicht völlig überraschend“, schreibt Ekonomista. „Die erste negative Bewertung der Wasserqualität für die kleine Insel wurde bereits 2020 verzeichnet, was zur Einrichtung einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der Regionalregierung, der Gemeinde und anderer Stellen führte.“

„Über Jahre hinweg wurden Maßnahmen zur Schadensbegrenzung ergriffen, darunter die Reduzierung des Möwenbestands, der als eine der Ursachen für die bakterielle Kontamination identifiziert worden war; doch die über fünf aufeinanderfolgende Jahre gesammelten Ergebnisse führten schließlich zur Schließung.“
Nach neuen Überwachungsmaßnahmen und Bewertungen, die in Zusammenarbeit mit den Umweltbehörden durchgeführt wurden, wurde es jedoch als möglich erachtet, den Bereich wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Eine baldige Wiedereröffnung
Die Wiedereröffnung wurde am 7. April bekannt gegeben, sodass die Anlage für die Sommersaison zur Verfügung stehen wird. Mit dieser Aktualisierung verfügt der Archipel nun über 88 zugelassene Badestellen für das Jahr 2026. Allein entlang der Küste gibt es 25 verschiedene Badestellen. Die Insel Pico verfügt mit 26 Badestellen über die größte Anzahl in der Region. Laut der Zeitung Público folgen die Insel Terceira (16), Faial (sechs), Graciosa (fünf), Santa Maria (vier), São Jorge (drei), Flores (zwei) und Corvo (eine).
Obwohl das Schwimmen wieder erlaubt ist, gelten weiterhin strenge Vorschriften zum Schutz des empfindlichen Ökosystems der Insel. Der tägliche Zugang ist auf 400 Personen begrenzt, von denen sich jeweils nur 200 gleichzeitig im Krater aufhalten dürfen.
Bislang kostete die Hin- und Rückfahrkarte für Einwohner der Azoren 6 € und für Nicht-Einwohner 10 €. Die Preise für die Saison 2026 sollten direkt im Online-Ticketbüro der CNVFC oder am Ticketschalter im Yachthafen erfragt werden, da sie sich ändern können.
Und denken Sie daran: Wer die Insel außerhalb der Saison besucht oder ohne Reservierung anreist, riskiert, keinen Zutritt zu erhalten, wenn die Kapazität ausgeschöpft ist.
Gute Nachrichten für die lokale Wirtschaft
Die als Naturschutzgebiet ausgewiesene Insel gehört zudem zum Natura-2000-Netzwerk und zum UNESCO-Global-Geopark der Azoren – Status, die die ökologische und wissenschaftliche Bedeutung dieses kleinen vulkanischen Paradieses unterstreichen.

Die Wiedereröffnung ist auch eine gute Nachricht für die lokale Wirtschaft. Im Sommer zieht die kleine Insel Tausende von Besuchern an, wovon Restaurants, Unterkünfte, Cafés und Tourismusbetriebe in der Stadt Vila Franca do Campo direkt profitieren.
„Nach vorsichtigen Schätzungen der durchschnittlichen Besucherausgaben (40 bis 60 Euro) belaufen sich die mit der Insel verbundenen wirtschaftlichen Gesamteffekte auf über 3,5 Millionen Euro pro Badesaison“, heißt es auf der Website von Açoriano Oriental.
Für alle, die in den kommenden Monaten einen Besuch auf São Miguel planen, bedeutet die Wiedereröffnung des Badebetriebs auf der kleinen Insel die Rückkehr zu einem der beliebtesten Erlebnisse der Insel: dem Sprung in einen Vulkankrater, umgeben vom Blau des Atlantiks.