Italienische Wanderwege, die durch Weinberge führen, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören
Begeistern Sie sich für die italienische Küche? In den Langhe, die zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurden, gibt es einen immensen Reichtum zu entdecken und zu genießen.

Im Piemont erstreckt sich ein außergewöhnliches Gebiet, in dem sich die Pracht der Natur mit dem gekonnten Wirken des Menschen verbindet. Dank dieser einzigartigen Kombination wurden die Regionen Langhe-Roero und Monferrato im Jahr 2014 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Das Gebiet umfasst fünf unterschiedliche Weinbaugebiete sowie das Schloss Grinzane Cavour.
Zwischen Weinbergen, die sich bis zum Horizont erstrecken, urigen Bauernhäusern und alten Burgen ist dies eine wunderbare Gegend, die man in aller Ruhe erkunden kann.
Im Folgenden stellen wir Ihnen einige der faszinierendsten Routen in den Langhe vor.
Von Barolo nach Monforte d’Alba
Dies ist eine der schönsten Routen in der gesamten Langhe-Region, der Heimat der Weinberge, aus denen der Nebbiolo stammt: der renommierte Rotwein, der hauptsächlich hier angebaut wird.
Die Strecke ist etwa 10 Kilometer lang, was einer vierstündigen Wanderung entspricht. Gleich am Ausgangspunkt – dem Dorf Barolo – bietet der Weg den ersten spektakulären Anblick: das Schloss von Barolo, das sich majestätisch inmitten der Weinberge erhebt.
Der Weg schlängelt sich weiter zwischen Weinreben und mit atemberaubenden Ausblicken hindurch und führt an einigen der historischen Weingüter der Region vorbei; ideale Orte, um eine Pause einzulegen und lokale Weine zu probieren.
Monforte d’Alba bildet einen wunderschönen Abschluss der Reise. Es ist ein bezauberndes mittelalterliches Dorf, das auf einem Hügel thront; seine einzigartige Lage hat ein natürliches Amphitheater geschaffen, das neben der Burg zu den faszinierendsten Merkmalen des Ortes zählt.
Die Rundtour durch La Morra und Serralunga d’Alba
Diese Rundstrecke verbindet Anstiege und Abfahrten, bleibt dabei jedoch auf einem gut zu bewältigenden Schwierigkeitsgrad. Sie beginnt und endet im Dorf La Morra, ist etwas mehr als 12 Kilometer lang und eignet sich besonders gut für den Radtourismus.
Eine Wanderung ist auf jeden Fall ein unverzichtbares Erlebnis, bei dem man die Gelegenheit hat, inne zu halten und die zahlreichen kulinarischen und weinbaulichen Köstlichkeiten der Region zu genießen. Tatsächlich ist dies der Geburtsort des Barolo, eines der renommiertesten Weine Italiens.

Ein Besuch des Schlosses Serralunga d'Alba, das direkt an der Route liegt, ist ein absolutes Muss, da es zu den schönsten und bedeutendsten Schlössern der Region zählt.
Es wurde im 14. Jahrhundert nach dem Vorbild französischer Schlösser erbaut, ist außergewöhnlich gut erhalten und thront majestätisch über einem ebenso reizvollen Dorf. Von seinen Fenstern und Terrassen aus können Besucher einen atemberaubenden Panoramablick auf die Landschaft der Langhe genießen, die sich bis zu den Ausläufern der Alpen erstreckt.
Von Alba nach Treiso
Die Stadt Alba, Heimat der italienischen weißen Trüffel, gilt als Hauptstadt der Region Langhe.
Der Ort ist reich an Geschichte und Kultur und besticht durch seine mittelalterlichen Türme. Von hier aus beginnt ein faszinierender Wanderweg, der sich über 12 Kilometer erstreckt und in Treiso endet und sich durch die Anbaugebiete der Weine Nebbiolo, Barbaresco und Dolcetto schlängelt.
Die Ausblicke entlang der Strecke sind ein absolutes Muss, vor allem jene, die Sie am Ziel erwarten, aber auch auf dieser relativ einfachen Route gibt es zahlreiche natürliche Aussichtspunkte zu entdecken.
Diese Ecke der Langhee ist nicht nur ein Land der Weine, sondern auch ein Reich der Haselnüsse, Wurstwaren und regionaler Käsesorten. Ein Spaziergang durch diese Gegend bietet die perfekte Gelegenheit, all diese Köstlichkeiten zu probieren.
Von Bossolasco nach Murazzano
In der Region Alta Langa erwartet Sie ein eher naturbelassener Weg, auf dem Weinberge oft in natürliche Landschaften aus Wäldern, Haselnusshainen und Weiden übergehen. Genau darin liegt der Reiz der Strecke von Bossolasco nach Murazzano.
Wie das gesamte GTL-Netz führt auch dieser Abschnitt nur stellenweise durch Weinberge; dafür bietet er jedoch die Gelegenheit, lokale Käsesorten, Wurstwaren und andere regionale Produkte zu probieren und dabei viele versteckte Dörfer zu entdecken.
Der Barbaresco-Lauf
Dieser Rundweg verläuft an der Grenze zwischen den Regionen Langhe und Roero. Entlang der etwa 13 Kilometer langen Strecke liegen zwei der schönsten Dörfer der Region: Neive, das sowohl Ausgangs- als auch Endpunkt ist, und Barbaresco.
Die erste besticht durch ihre kreisförmigen, fast konzentrischen Straßen, ihre Burg und ihren Uhrturm; die zweite ist bekannt für ihre Verbindung zur Herstellung des Barbaresco-Weins, der natürlich zu den Kronjuwelen des piemontesischen Ess- und Weinerbes zählt.
Dennoch ist der Weg weniger überlaufen als beispielsweise die Barolo-Route. Dadurch wirkt das Erlebnis noch authentischer; dennoch mangelt es unterwegs nicht an Weingütern, in denen man lokale Weine entdecken kann.