Historischer Erfolg! The Ocean Cleanup entfernt 45 Millionen Kilogramm Müll aus den Ozeanen

Im Jahr 2025 erreichte The Ocean Cleanup einen historischen Meilenstein, indem es 45 Millionen Kilogramm angesammeltes Plastik entfernte. Wissenschaft, Technologie und globale Maßnahmen bringen Sauerstoff und Hoffnung zurück in das Blau unseres Planeten.

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Plastikaufräumaktion im Great Pacific Garbage Patch zwischen Hawaii und Kalifornien, der größten Ansammlungszone auf dem Planeten. Bild aus der Multimedia-Galerie auf der Website von The Ocean Cleanup.

Ich habe schon immer eine tiefe Verbindung zum Meer gespürt. Vielleicht hat das etwas mit meinen karibischen Wurzeln zu tun, aber dieses tiefe Blau, die Wellen, der salzige Duft des Lebens haben etwas Hypnotisches an sich. Und seien wir ehrlich: Drei Viertel unserer Welt sind von Ozeanen bedeckt, also ja, wir sind im Grunde genommen zutiefst blau.

The Ocean Cleanup ist eine gemeinnützige Organisation, die Technologien entwickelt und skaliert, um die Weltmeere von Plastikmüll zu befreien, mit dem Ziel, 90 % aller im Meer treibenden Plastikabfälle bis 2040 zu beseitigen.

Doch selbst die Unermesslichkeit des Meeres bleibt vom Einfluss des Menschen nicht verschont. Jedes Jahr sammeln sich etwa 5 bis 12 Millionen Tonnen Plastikmüll an, die still und unaufhaltsam das Blau der Welt verblassen lassen. Dennoch gibt es Hoffnung, ein Gefühl der Zugehörigkeit und den Willen zum Schutz.

Organisationen wie The Ocean Cleanup kämpfen weiterhin für dieses Blau und für das Leben, das es erhält. Allein im Jahr 2025 wurden mehr als 25 Millionen Kilogramm Abfall aus Gewässern entfernt, wodurch sich die Gesamtmenge seit Beginn der Aktivitäten auf über 45 Millionen Kilogramm belief.

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Dieser Rekord stellt eine der bislang höchsten Gesamtzahlen dar, die jemals durch eine einzelne Initiative zur Säuberung von Meeres- und Flussabfällen erzielt wurden. Die enorme Menge an entferntem Müll, die Zehntausenden Tonnen entspricht, ist das Ergebnis jahrelanger kontinuierlicher Arbeit unter Einsatz spezieller Meeres- und Flusstechnologien, wissenschaftlicher Forschung und Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Gemeinden.

Diese Zahlen sind nicht nur Statistiken, sondern ein klarer Beweis dafür, dass Maßnahmen wirklich etwas bewirken. Angesichts eines verwundeten, aber widerstandsfähigen Ozeans zeigen diese Bemühungen, dass Technologie, Wissenschaft und kollektiver Wille das Gleichgewicht zugunsten des Lebens verschieben können. Und hier beginnt die Geschichte.

Große Probleme erfordern große Lösungen.

Es war der niederländische Erfinder Boyan Slat, der im Alter von nur 18 Jahren im Jahr 2013 in seiner Heimatstadt Delft in den Niederlanden die Organisation „The Ocean Cleanup” gründete. Die Organisation ist eine gemeinnützige Einrichtung, die aus mehr als 150 Fachleuten aus 34 Ländern besteht und deren oberstes Ziel es ist, ihre Arbeit einzustellen, sobald die Ozeane sauber sind.

Jedes Jahr gelangen Hunderttausende Tonnen Plastik in die Ozeane, hauptsächlich über Flüsse.

Das bereits in den Ozeanen treibende Plastik verschwindet nicht von selbst. Um das Problem wirksam zu lösen, muss das Plastik an seiner Quelle in den Flüssen gestoppt und gleichzeitig das bereits in den Ozeanen befindliche Plastik entfernt werden.

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“Location of two Interceptor projects in Guatemala. Image taken from the multimedia gallery on The Ocean Cleanup website.

Um das Ziel der Säuberung der Ozeane zu erreichen, ist ein umfassender Ansatz erforderlich, und die Strategie von The Ocean Cleanup kombiniert mehrere Lösungen.

  • Schwimmende Meeres-Systeme fangen Plastikmüll in Meereswirbeln wie dem Great Pacific Garbage Patch ein.
  • River Interceptors halten Plastik zurück, bevor es ins Meer gelangt. Nur 1 % der Flüsse weltweit sind für 80 % des Plastiks verantwortlich, das vom Land in die Ozeane gelangt. Diese Systeme sind derzeit in neun Ländern im Einsatz, von Mittelamerika bis Südostasien.
  • Maßnahmen der Küsten- und Kommunalbehörden bündeln die Aufräumarbeiten durch Freiwilligenarbeit und lokale Partnerschaften.
  • Neue Programme wie das „30 Cities Program“ konzentrieren sich auf 30 wichtige Städte in Asien und Amerika und haben zum Ziel, bis zum Ende des Jahrzehnts bis zu einem Drittel aller Plastikabfälle, die aus Flüssen ins Meer gelangen, zu beseitigen.

Diese Organisation tut mehr als nur Plastik zu entfernen. Sie generiert auch wissenschaftliche Daten, fördert öffentliche Politik und arbeitet mit Gemeinden zusammen, um eine nachhaltige Wirkung auf die Gesundheit des Meeresökosystems zu erzielen.

Der gesammelte Kunststoff wird zum Recycling an die Küste zurückgebracht. Aus diesem Material hat die Organisation ihr erstes Produkt hergestellt: The Ocean Cleanup Sunglasses, eine Sonnenbrille aus Kunststoff, der 2019 aus dem Great Pacific Garbage Patch entfernt wurde. Die Organisation sucht auch Partnerschaften mit Unternehmen, die aus dem Meer geborgenen Kunststoff zur Herstellung neuer Produkte verwenden.

Blick in die Zukunft

Obwohl diese Leistung einen bedeutenden Fortschritt darstellt, macht sie nur einen Bruchteil der gesamten Plastikmenge aus, die derzeit in den Weltmeeren schwimmt und sich dort ansammelt. Die Organisation baut ihre technologische und geografische Reichweite weiter aus, mit dem Ziel, die Menge an schwimmendem Plastik bis 2040 drastisch zu reduzieren, im Einklang mit den globalen Zielen für Abfallwirtschaft und Meeresschutz.

Initiativen wie diese geben der Welt wieder Hoffnung in den Farben Grün und Blau. Das Jahr 2025 endet auch für das Leben mit positiven Ergebnissen. Hoffentlich lernen wir ebenso schnell, wie wir Strategien zur Säuberung entwickeln, auch, von vornherein keine Verschmutzung zu verursachen. Der Ozean schützt uns, reguliert das Klima und erhält Leben. Lasst uns etwas von dieser Fürsorge mit Dankbarkeit und Verantwortung zurückgeben.

Quellenhinweis:

Year in Review: The Ocean Cleanup Continues to Break Records. 17 de diciembre de 2025. Publicación en el sitio oficial de The Ocean Cleanup.