Anleitung zur Pflege von Basilikum: 10 Tipps, damit es bis zum Ende des Sommers grün, üppig und duftend bleibt
Mit seinen zarten Blättern und seinem unverwechselbaren Duft ist Basilikum eine saisonale Gewürzpflanze, die auf keinem Sommerbalkon fehlen darf: die wichtigsten Tipps für einen üppigen Wuchs und eine reichhaltige Ernte

Nur wenige Pflanzen erinnern so sehr an den Sommer wie Basilikum. Der intensive Duft seiner frisch gepflückten Blätter begleitet seit jeher die weltweit geschätzte mediterrane Küche und verfeinert auf einfache Weise ein Nudelgericht, einen Salat, eine Bruschetta oder eine Soße. Es ist die symbolträchtige Zutat des Pestos, einer der bekanntesten und beliebtesten Soßen, aber auch eines der am häufigsten in Töpfen, auf Balkonen und in Hausgärten angebauten Kräuter.
Das gewöhnliche Basilikum (Ocimum basilicum) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), zu der auch Salbei, Rosmarin und Minze gehören. Es stammt ursprünglich aus den tropischen Regionen Asiens und ist heute dank seines zarten Aromas und seiner einfachen Kultivierbarkeit praktisch überall verbreitet.
Basilikum ist eine einfach zu kultivierende Pflanze, die auch weniger erfahrenen Gärtnern große Freude bereiten kann. Allerdings können einige sehr häufige Fehler das Wachstum und die Vitalität der Pflanze schnell beeinträchtigen. Hier sind zehn einfache Regeln, damit sie bis zum Ende des Sommers üppig, grün und duftend bleibt.
1. Topfe die gekaufte Pflanze sofort um
Die in Supermärkten und Gärtnereien verkauften Setzlinge werden in sehr kleinen Behältern gezüchtet, die für den Verkauf und nicht für eine längere Aufzucht gedacht sind.

Es empfiehlt sich, sie so bald wie möglich in einen größeren Topf umzutopfen, der den Wurzeln mehr Platz zum Wachsen bietet und dafür sorgt, dass die Erde die Feuchtigkeit besser speichert.
2. Verwende ein gutes Substrat und teile den Wurzelballen
Beim Umtopfen sollte man den Wurzelballen vorsichtig mit den Händen auseinanderziehen, den Wurzelballen in zwei oder mehr Teile teilen und diese in verschiedene Töpfe setzen.

Der gekaufte Topf enthält nämlich oft zahlreiche Setzlinge, die sehr dicht beieinander stehen und die, wenn sie nicht geteilt werden, schließlich miteinander konkurrieren und so das Gesamtwachstum der Pflanze beeinträchtigen.
Die Verwendung einer hochwertigen Universalerde trägt zudem dazu bei, dass die Pflanze kräftig wächst.
3. Wähle einen hellen Standort, vermeide jedoch direkte Sonneneinstrahlung in den heißesten Stunden des Tages
Basilikum liebt Licht, doch im Sommer kann die direkte Sonneneinstrahlung zu stark werden, vor allem wenn die Pflanze in einem Topf wächst.

Am besten stellt man ihn an einen sehr hellen Ort, an dem er in den kühleren Stunden des Tages Sonne bekommt und während der heißesten Stunden vor der Sonne geschützt ist.
4. Halte die Erde stets leicht feucht
Basilikum gehört zu den Kräutern, die am wenigsten trockenheitstolerant sind. Schon wenige Stunden starker Wasserstress können zu welken Blättern und einem Verlust an Vitalität führen.

Die Erde sollte stets feucht bleiben, wobei jedoch Staunässe vermieden werden sollte, da diese zu Wurzelfäule führen könnte.
5. Entferne die Blüten, sobald sie erscheinen
Wenn das Basilikum beginnt, seine charakteristischen Blütenstände zu bilden, fließt ein Großteil seiner Energie in die Samenbildung.

Um die Blattbildung zu verlängern, empfiehlt es sich, die Blüten zu entfernen, sobald sie erscheinen, indem man die Ähre an der Basis mit einer sauberen Schere oder mit den Fingern abschneidet.
6. Sammle die Blätter richtig ein
Ein sehr häufiger Fehler besteht darin, nur die größten Blätter abzupflücken.

Es ist hingegen besser, die Triebe zu stutzen, indem man den Stiel knapp über einem Blattpaar abschneidet. An dieser Stelle bildet die Pflanze zwei neue Zweige aus und wird so nach und nach buschiger und ertragreicher.
7. Die Blätter nicht nass machen
Bei der Bewässerung empfiehlt es sich, das Wasser direkt auf den Boden zu verteilen und dabei zu vermeiden, die Pflanzen zu benetzen.

Anhaltende Feuchtigkeit auf den Blättern kann nämlich die Entstehung von Pilzkrankheiten begünstigen, darunter den Basilikum-Mehltau, eine der für diese Art besonders schädlichen Krankheiten.
8. Halte Schnecken und Schädlinge unter Kontrolle
Schnecken, Blattläuse und andere kleine Schädlinge können die Gesundheit der Pflanze schnell beeinträchtigen.

Es ist ratsam, die Blätter regelmäßig zu überprüfen und den Topf nicht in der Nähe von besonders feuchten Bereichen oder Stellen mit üppiger Wildvegetation aufzustellen, wo diese Organismen in der Regel häufiger vorkommen.
9. Züchte ihn im Topf
Basilikum wächst zwar auch gut im Gemüsegarten, doch beim Anbau im Topf lassen sich Bewässerung, Standort und Bodenqualität leichter kontrollieren.

Außerdem kann der Topf bei zu hohen Temperaturen oder bei Vorhersage von starken Regenfällen problemlos an einen geeigneteren Standort gestellt werden.
10. Sammle regelmäßig die Blätter ein
Es mag widersprüchlich klingen, aber wenn man das Basilikum regelmäßig erntet, regt dies die Pflanze dazu an, neue Triebe und Blätter zu bilden.

Wenn die Ernte den Frischverzehr übersteigt, können die Blätter ganz oder gehackt eingefroren werden, wobei sie einen Großteil ihres Aromas behalten. Auch Pesto lässt sich im Voraus zubereiten und in kleinen Portionen im Gefrierschrank aufbewahren, sodass es das ganze Jahr über einsatzbereit ist.
Eine Ernte, die man das ganze Jahr über genießen kann
Im Gegensatz zu vielen anderen mehrjährigen Kräutern durchläuft Basilikum nur eine Vegetationsperiode und konzentriert sein Wachstum gerade auf die Sommermonate.
Gerade in dieser Zeit lohnt es sich also, die außergewöhnliche Ertragsfähigkeit optimal zu nutzen, indem man diese zehn einfachen Regeln befolgt. Die geernteten Blätter können frisch genossen oder konserviert werden, um den Duft und Geschmack des Sommers in Gerichten und Rezepten jeder Jahreszeit wiederzufinden.