Was sollten Sie tun, wenn in den Töpfen Ihrer Zimmerpflanzen Pilze wachsen?

Pilze werden mit toten und verrottenden Dingen in Verbindung gebracht. Wenn sie also in Blumentöpfen auftauchen, kann das Anlass zu großer Sorge geben. Doch genau hier gehen die Meinungen der Experten auseinander.

Wenn in Ihrer Topfpflanze Pilze wachsen, ist das kein Grund zur Sorge.
Wenn in Ihrer Topfpflanze Pilze wachsen, ist das kein Grund zur Sorge.
Ameya Paleja
Ameya Paleja Meteored Vereinigtes Königreich 4 min

Das plötzliche Auftauchen eines Pilzes in einem Blumentopf bereitet vielen Gartenfreunden Sorgen. Die meisten befürchten das Schlimmste, nämlich dass die Pflanze im Inneren bereits am Absterben ist. Doch das könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Erfahrene Gärtner wissen, dass Pilze im Garten ein ganz natürliches Phänomen sind und es keinen Grund zur Sorge gibt – abgesehen von einigen wenigen Ausnahmefällen.

Wie Pilze helfen

Der Pilz, der im Topf wächst, ist der Fruchtkörper einer der zahlreichen Pilzarten, die bereits im Topf leben. Wenn sie sich vermehren, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Topf gesund ist und ein vielfältiges Bodenökosystem beherbergt.

Die in Blumentöpfen vorkommenden Pilze sind saprotroph, das heißt, sie sind Zersetzer, die holziges organisches Material im Boden abbauen. Die meisten Blumenerden enthalten Holzspäne, Kiefernnadeln oder Kokosfasern, die die wachsende Pflanze nicht direkt verwerten kann.

Pilze im Boden zersetzen dieses organische Material und machen es so für Pflanzen verwertbar. Die Pilze bilden also über den Pilz ihre Fruchtkörper und produzieren auf diese Weise weitere Pilze, die der Pflanze helfen, anstatt ihr zu schaden.

Pilze können unter bestimmten Umständen Anlass zur Sorge geben, doch ihre Anzahl gehört nicht dazu.
Pilze können unter bestimmten Umständen Anlass zur Sorge geben, doch ihre Anzahl gehört nicht dazu.

Wann man sich Sorgen machen sollte

Zwar sind die meisten Pilze harmlos, doch manche können für Haustiere oder sogar für Menschen giftig sein. Wenn an einer Topfpflanze ein Pilz wächst und Sie nicht verhindern können, dass ein Haustier oder ein Kind, das ihn wahrscheinlich in den Mund nehmen würde, daran gelangt, sollten Sie den Pilz besser entfernen.

Für viele bedeutet die Beseitigung eines Pilzes, ein Fungizid auf die Erde zu sprühen. Experten warnen jedoch vor einer solchen Anwendung in einem Topf, da es unwahrscheinlich ist, dass der Pilz dadurch abgetötet wird, sondern vielmehr das Mikrobiom der Erde geschädigt und die Pflanze selbst beeinträchtigt wird.

Stattdessen braucht man lediglich ein Paar Handschuhe, um den Stiel und den Hut des Pilzes vollständig auszureißen und ihn in den Müll zu werfen, bevor er sich ausbreiten kann.

Eine weitere Situation, in der Pilze kein gutes Zeichen sein können, ist, wenn sich das Myzel näher an der Bodenoberfläche ansammelt. In geringen Mengen ist dies kein Grund zur Sorge, doch wenn die Myzelansammlung zu dick ist, kann sie den Wasser- und Nährstofffluss zu den Wurzeln der Pflanze blockieren, was zu Austrocknung, Nährstoffmangel und Stress für die Pflanze führen kann.

Dadurch können Pilze sich zudem ungehemmter ausbreiten, während das Wachstum der Pflanze ins Stocken gerät. Wenn immer wieder Pilze auftreten, ist es ratsam, die Pflanze in frische Erde umzutopfen. Dazu nehmen Sie die Pflanze aus dem Topf und waschen die Wurzeln mit lauwarmem Wasser ab. Achten Sie auf eine ausreichende Drainage im neuen Topf und sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation um den Topf und die Blätter herum.

Eine weitere gute Möglichkeit, Feuchtigkeitsansammlungen zu vermeiden, in denen Pilze gedeihen, besteht darin, Ihre Pflanzen erst dann zu gießen, wenn die obersten ein bis zwei Zoll vollständig trocken sind.