Laut einer neuen Studie verschieben sich die Wintersturmtrakte nach Norden und verändern die Gletscher Alaskas
Die Sturmwege im Pazifik verschieben sich aufgrund des Klimawandels schneller als bisherige Modelle vermuten ließen nach Norden in Richtung der Pole, was zu erhöhter Hitze und Gletscherschmelze in ganz Alaska führt.

Vom Norden bis zum Süden des Pazifiks sind Gebiete vom Klimawandel betroffen. In Kalifornien werden Temperatur- und Trockenheitsrekorde gebrochen, während in Alaska Gletscher in beispiellosem Tempo schmelzen. Der größte Verursacher dieser Ereignisse könnte laut einer neuen Studie, die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde, die Veränderung der Sturmwege über dem größten Ozean der Welt sein.
Warum Sturmverläufe wichtig sind
Die Sturmroute im Nordpazifik im Winter ist ein klimatologisches Phänomen, das auch von natürlichen Klimazyklen beeinflusst wird. Normalerweise entstehen Stürme in Asien, in der Nähe von Japan, und wenn sie den östlichen Pazifik erreichen, bewegen sie sich tendenziell in nordöstlicher Richtung weiter.
For #TimeLapseTuesday, we are reviewing the stormy start to 2026 along the West Coast.
— NOAA Satellites (@NOAASatellites) January 6, 2026
This enhanced-color #AirMass imagery from @NOAA's #GOESWest (#GOES18) ️ is showing the parade of weather systems impacting the western U.S. from December 29January 5. pic.twitter.com/z7SggoYVyd
Während El Niño verschiebt sich der pazifische Jetstream nach Süden und die Sturmfront verstärkt sich, was zu mehr Niederschlägen im Südwesten Nordamerikas führt. Während La Niña wird der pazifische Jetstream nach Norden gedrückt, wodurch sich die Sturmfront in den pazifischen Nordwesten verstärkt.
Die Zugbahn der Stürme im Pazifik ist entscheidend für den Transport von Feuchtigkeit und Wärme sowohl in die Arktis als auch entlang der Westküste Nordamerikas. Die Stürme sind wichtig für die Wasserversorgung und die Ökosysteme. Jede Veränderung der Zugbahnen hat weitreichende Auswirkungen auf die Meeres- und Landumwelt.
Sturmtrakte verlagern sich nach Norden
Frühere Forschungen hatten darauf hingedeutet, dass sich diese Sturmwege in einer sich erwärmenden Welt nach Norden in Richtung der Pole verlagern würden, aber diese neue Forschung zeigt, dass dies bereits geschieht.
An alarming trend climate models are missing: North Pacific winter storm tracks are shifting toward the North Pole faster than predicted. Climate change found to affect temperature and precipitation patterns across western North America >> https://t.co/MEVuWRwfnO pic.twitter.com/jkvsjwib3K
— Weizmann Institute (@WeizmannScience) January 7, 2026
Der Wandel dürfte auch schneller erfolgen, als bisherige Klimamodelle vorhergesagt haben.
6 Milliarden Tonnen Eis gehen pro Jahr verloren
Mit der Zunahme von Wärme und Feuchtigkeit in Alaska und der Arktis gibt es Bedenken hinsichtlich des Zustands der Kryosphäre in diesen Regionen. Die Gletscher Alaskas schmelzen weiterhin mit beschleunigter Geschwindigkeit. Das bedeutet, dass sie jedes Jahr etwa 6 Milliarden Tonnen verlieren. Dies liegt daran, dass die zunehmend nördlichen Bahnen mehr Wärme und Feuchtigkeit nach Alaska bringen, was laut den Forschern zu einer verstärkten Gletscherschmelze führt.
Es gibt auch eine Wechselwirkung zwischen der arktischen Verstärkung und dem Klimawandel. Da sich die Arktis schneller erwärmt als der Rest des Planeten, führt dies zu einem geringeren Temperaturgefälle zwischen dem Nordpol und den mittleren Breiten. Die Verschiebung des Jetstreams und der Sturmfront könnte in direktem Zusammenhang mit dieser sich verändernden thermischen Struktur stehen.
Diese Forschung zeigt, dass sich der Klimawandel weltweit in weitreichender Weise manifestiert. Es ist wichtig, die Vorgänge zu verstehen und die Modelle zu korrigieren, um zukünftige Klimaprognosen weltweit erstellen zu können.
Quellenhinweis:
Climate change shifts the North Pacific storm track polewards. Chemke and Yuval. Nature.