Ein Drittel der für den Oscar nominierten Filme thematisiert den Klimawandel

Das Thema Klimawandel hält zunehmend Einzug auf die Kinoleinwand. Eine neue Analyse zeigt, dass eine Rekordzahl der für den Oscar nominierten Filme Bezug auf die Klimakrise nimmt – von Dramen über Waldbrände bis hin zu futuristischen Geschichten. Doch wie intensiv setzen sich diese Filme tatsächlich mit diesem Thema auseinander?

„The Lost Bus“ erzählt die Geschichte eines Schulbusses, der durch ein Waldbrandgebiet fährt (c) Apple Original
„The Lost Bus“ erzählt die Geschichte eines Schulbusses, der durch ein Waldbrandgebiet fährt (c) Apple Original

Eine Rekordzahl der für den Oscar nominierten Filme thematisierte den Klimawandel – Forscher bezeichneten dies als „ein entscheidendes Jahr für das Klima“ bei der Preisverleihung.

Good Energy, eine Beratungsfirma, die sich dafür einsetzt, das Thema Klimawandel in Fernsehen und Film stärker in den Fokus zu rücken, hat einen „Climate Reality Check“ für die Filme durchgeführt, die für die Oscar-Verleihung nominiert wurden.

Um in die Liste aufgenommen zu werden, musste ein Film auf der Erde spielen – in der jüngsten Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft – und die Handlung des Films musste den Klimawandel in irgendeiner Weise thematisieren, wobei eine Figur in der Geschichte diesen erkennen musste.

Welche fünf Filme behandeln das Thema Klimawandel?

Das Team kam zu dem Schluss, dass fünf Filme diese Kriterien erfüllten: „Arco“, „Bugonia“, „Jurassic World Rebirth“, „The Lost Bus“ und „Sirat“.

Der Animationsfilm „Arco“ erzählt die Geschichte eines jungen, ungezogenen Zeitreisenden, der seine Nachhaltigkeitsgemeinschaft in den Wolken verlässt und in eine Vorstadtgemeinde fliegt, die von Robotern versorgt wird und kurz davor steht, von Waldbränden zerstört zu werden.

In „The Lost Bus“ erleben ein Busfahrer, gespielt von Matthew McConaughey, und eine Grundschullehrerin (America Ferrera) eine erschütternde Reise durch durch den Klimawandel angefachte Waldbrände.

Die Handlung basiert lose auf einer wahren Begebenheit während des Camp Fire von 2018 in Paradise, Kalifornien, dem tödlichsten Waldbrand in der Geschichte des Bundesstaates.

„Sirat“ mit Sergi López, Bruno Núñez Arjona und Stefania Gadda in den Hauptrollen handelt von einem Vater, der in Nordafrika nach seiner vermissten Tochter sucht.

Laut Good Energy sind die Zusammenhänge mit dem Klimawandel in diesen drei Filmen deutlich und erheblich.

Anna Jane Joyner, Gründerin und Geschäftsführerin von Good Energy, sagte, dass sich die fünf zwar deutlich voneinander unterscheiden, aber dennoch einen gemeinsamen Nenner haben.

„Diese Filme zeigen ganz normale Menschen – einen Busfahrer, einen Imker, Freunde auf einer Rave-Party –, die in sich gehen und die Entschlossenheit finden, sich der Situation zu stellen. In Zeiten der Unsicherheit und des Umbruchs geben Geschichten dem Chaos eine Form und helfen uns, einen Weg nach vorne zu erkennen.“

In zwei der diesjährigen Oscar-nominierten Filme ging es um Waldbrände
In zwei der diesjährigen Oscar-nominierten Filme ging es um Waldbrände

Auch in anderen Filmen wurde das Thema Klima angesprochen

Zwei weitere Filme thematisieren den Klimawandel, doch laut Good Energy wird das Thema in keinem der beiden ernst genommen. In „Bugonia“ und „Jurassic World Rebirth“ sind die Bezüge zum Klima eher indirekter Natur.

Der Großteil von „Bugonia“ spielt in einem Keller, wo Emma Stone eine entführte Geschäftsführerin spielt.

In den letzten Minuten erfahren die Zuschauer, dass Stone der Anführer der Außerirdischen ist, die auf die Erde gekommen sind, um den Menschen etwas über die Umwelt beizubringen.

In „Jurassic World Rebirth“ mit Scarlett Johansson und Robert Friend wandern die Dinosaurier zum Äquator, da der Norden noch zu kalt ist und die in der vorherigen Trilogie dargestellte weltweite Ausbreitung der Dinosaurier nicht zulässt.

Good Energy lobte zudem die starken Umweltbotschaften in „Avatar: Fire and Ash“, „Hamnet“ und „Train Dreams“. Auch in „One Battle After Another“, der sechs Oscars gewann, darunter den für den „Besten Film“, gab es beiläufige Hinweise auf den Klimawandel.

„Im besten Fall zeigt das Kino, worum es geht und wer wir sein könnten. Good Energy würdigt diese mutigen Geschichtenerzähler und ein entscheidendes Jahr für die Sichtbarkeit des Klimathemas bei den Oscars“, sagte Joyner.