Welcher Wein passt am besten zu Ihrer Pizza? Vier perfekte Kombinationen, die Sie wie ein Experte genießen können

Von der klassischen Margherita über eine würzige Peperoni bis hin zu einer reichhaltigen Vier-Käse-Pizza – jede Pizza entfaltet ihren besten Geschmack, wenn sie mit dem passenden Wein kombiniert wird.

Bei der Weinbegleitung geht es darum, Kombinationen zu finden, die das Essenserlebnis noch angenehmer machen – und nicht darum, starre Regeln zu befolgen. Bild: Emre Inan
Bei der Weinbegleitung geht es darum, Kombinationen zu finden, die das Essenserlebnis noch angenehmer machen – und nicht darum, starre Regeln zu befolgen. Bild: Emre Inan

Pizza gehört zu den beliebtesten Gerichten der Welt – und ist zugleich eines der vielseitigsten, wenn es um die Kombination mit Wein geht. Dank der großen Vielfalt an Zutaten lassen sich verschiedene Weinstile darauf abstimmen, wodurch Kombinationen entstehen, die Aromen, Texturen und Geschmacksnoten optimal zur Geltung bringen.

Zwar genießen viele Menschen Pizza gerne mit Bier oder alkoholfreien Getränken, doch Wein kann ein hervorragender Begleiter sein, wenn er passend zur Intensität der Beläge, zum Säuregehalt der Tomatensauce, zur Käsesorte und zu den Zutaten ausgewählt wird, die jede Pizza auszeichnen.

In diesem kurzen Leitfaden zur Kombination von Pizza und Wein empfiehlt der chilenische Weinexperte Cristopher Castillo, Gründer von „La Cava de Cris“ auf Instagram, verschiedene Rot- und Weißweinsorten und erklärt, dass nicht jeder Wein gleichermaßen gut zu jeder Pizza passt.

Pizza Margherita: Cinsault, País oder Pinot Noir

Die klassische Kombination aus Tomatensauce, Mozzarella und Basilikum besticht durch ihre Frische und ihre spritzige Säure.

Ein leichter, fruchtbetonter Rotwein passt hervorragend zu einer Pizza Margherita. Bild: Aurelien Lemasson
Ein leichter, fruchtbetonter Rotwein passt hervorragend zu einer Pizza Margherita. Bild: Aurelien Lemasson

Laut Castillo sind Cinsault, País oder Pinot Noir eine ausgezeichnete Wahl – frische, leichtmundige Rotweine mit weichen Tanninen.

„Die Tomatensauce sorgt für Säure, der Käse für Cremigkeit und das Basilikum für Frische. Deshalb passt ein leichter, fruchtiger Rotwein am besten – er rundet die Pizza ab, ohne ihre Schlichtheit zu überlagern“, erklärt er.

Pepperoni-Pizza: Carmenère oder Syrah

Peperoni verleiht dem Gericht einen kräftigen Geschmack, eine volle Note und einen Hauch von Schärfe.

Zu einer Peperoni-Pizza empfiehlt sich ein Rotwein mit mittlerem Körper und ohne übermäßigen Alkoholgehalt. Bild: Jessie Maxwell
Zu einer Peperoni-Pizza empfiehlt sich ein Rotwein mit mittlerem Körper und ohne übermäßigen Alkoholgehalt. Bild: Jessie Maxwell

Zu dieser Variante passen besonders gut gut strukturierte Rotweine wie ein junger Carmenère oder ein Syrah aus kühlen Anbaugebieten. Ihre weichen Tannine und würzigen Noten ergänzen den Wurstgeschmack, ohne den Geschmack der Pizza zu überdecken.

Castillo betont, dass zu dieser Pizza ein Wein mit reifen Fruchtaromen, würzigen Noten und mittlerem Körper passt, der jedoch weder einen zu hohen Alkoholgehalt noch übermäßig kräftige Tannine aufweisen sollte.

Pizza mit vier Käsesorten: Chardonnay oder Sekt

Zu Pizzen mit kräftiger schmeckendem Käse passen Weine, die deren Vollmundigkeit und Cremigkeit ausgleichen können.

Aufgrund ihres reichhaltigen Geschmacks passt eine Pizza mit vier Käsesorten am besten zu einem frischen, lebhaften Wein. Bild: Engin Akyurt
Aufgrund ihres reichhaltigen Geschmacks passt eine Pizza mit vier Käsesorten am besten zu einem frischen, lebhaften Wein. Bild: Engin Akyurt

Ein frischer Chardonnay – idealerweise ein junger Jahrgang und, wenn möglich, nur mäßig in Eichenfässern gereift – verleiht der Pizza mehr Körper, ohne dabei an Frische einzubüßen. Ein Brut-Sekt passt ebenfalls hervorragend zu dieser reichhaltigen, cremigen Pizza.

Was den Chardonnay angeht, empfiehlt Cristopher Weine aus Casablanca, Limarí, San Antonio oder Malleco. Bei Sekt rät er zu jedem chilenischen Qualitäts-Brut.

Hawaii-Pizza: Riesling or Gewürztraminer

Die Kombination aus Käse, Schinken und Ananas sorgt für eine ausgewogene Mischung aus süßen, salzigen und würzigen Aromen.

Hawaii-Pizza hat begeisterte Fans – und ebenso leidenschaftliche Kritiker, die darauf bestehen, dass Ananas auf einer Pizza nichts zu suchen hat. Jedem das Seine. Bild: Brett Jordan
Hawaii-Pizza hat begeisterte Fans – und ebenso leidenschaftliche Kritiker, die darauf bestehen, dass Ananas auf einer Pizza nichts zu suchen hat. Jedem das Seine. Bild: Brett Jordan

Zu dieser Pizza empfiehlt Cristopher einen halbtrockenen Riesling als hervorragende Wahl, da dieser durch seine Frische und seine fruchtigen Noten die Ananas perfekt ergänzt und gleichzeitig für Ausgewogenheit sorgt.

Er empfiehlt außerdem einen Gewürztraminer aus Casablanca, Bío Bío oder Malleco und weist darauf hin, dass dessen äußerst aromatisches Profil und seine sanfte Süße hervorragend zu dieser Kombination aus Süßem und Herzhaftem passen.

Das Geheimnis liegt in den Belägen

Anstatt sich nur auf den Namen der Pizza zu konzentrieren, empfehlen Experten, auf die Zutaten zu achten, die in den einzelnen Rezepten vorherrschen. Der Säuregehalt der Tomatensauce, die Intensität der Käsesorten, die Reichhaltigkeit der Wurstwaren und der Anteil an frischem Gemüse tragen alle dazu bei, die ideale Weinbegleitung zu bestimmen.

Wie der Weinexperte hinter @lacavadecris_ erklärt, geht es bei der Weinbegleitung nicht darum, strenge Regeln aufzuerlegen, sondern Kombinationen zu entdecken, die das Essenserlebnis noch angenehmer machen.

Deshalb lautet der beste Rat: Probieren Sie verschiedene Rebsorten und Weinstile aus, um neue Geschmacksnuancen sowohl bei der Pizza als auch beim Wein zu entdecken – und damit zu beweisen, dass dieses kultige italienische Gericht der perfekte Begleiter zu einem guten Glas Wein sein kann.